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Uma Narayan & Sandra Harding (eds.)
Border-Crossings: Multicultural and Postcolonial Feminist Challenges to Philosophy

Bloomington 1998


english  

Hypatia. Journal of Feminist Philosophy
Vol. 13, Special Issue
Bloomington: Indiana UP,
1998.


Indiana University Press:
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  Die feministische Philosophiezeitschrift Hypatia. Journal of Feminist Philosophy hat eine doppelte Sondernummer zu multikulturellen Fragen herausgebracht. Beide Bände wurden von Uma Narayan und Sandra Harding zusammengestellt. Die Herausgeberinnen schreiben, daß multikulturelle Aspekte vertraute Konzepte philosophischen Denkes erschüttert, zugleich aber auch reizvolle neue Perspektiven eröffnet hätten.
  Damit meinen sie einmal Ausblicke auf eine globale feministische Ethik, wie sie Alison Jaggar und Susan Muller Okin bearbeiten. Herausragend sind die Auseinandersetzungen mit kultureller Andersheit von Ofelia Schutte und Uma Narayan. Während Schutte ein grundsätzliches Problem kultureller Inkommensurabilität in den Blick rückt und darauf aufbauende Herrschaftsverhältnisse kritisiert, greift Narayan die Konstruktion von Andersheit grundsätzlich an und kritisiert diese als kulturellen Essentialismus. Wichtig auch die Beiträge von Shari Stone-Mediatore und Aída Hurtado zur Vielfalt weiblicher Erfahrung und zu hybriden Identitäten.
  Der zweite Band greift eine andere Auseinandersetzung mit Rassismus und multikulturellen Perspektiven im Philosophieren selbst auf. Rassismus betrifft – ebenso wie Sexismus – nicht nur individuelle und empirische Dimensionen, sondern vor allem symbolische Ordnungen und Denksysteme. Ein anregender beitrag zu diesen Fragen ist beispielsweise der Versuch, aufgrund der Infragestellung durch Rassismus "Weißsein" anders zu denken (Linda Martín Alcoff, Alison Bailey, Ann Cudd). Sehr konkret zeigt Patricia Hill Collins rassistische Muster in der Normierung von US-amerikanischen Familienmodellen. Ein programmatischer Beitrag von Sandra Harding zu neuen, basisnahen, nicht-hegemonialen Epistemologien schließt den Sonderband ab.

Nausikaa Schirilla, Frankfurt/M.



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