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Clifford Geertz
Welt in Stücken. Kultur und Politik am Ende des 20. Jahrhunderts

Wien 1996

Wien: Passagen,
1996.
90 Seiten
ISBN 3-85165-218-5


Passagen Verlag:
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  Nachdem der Ethnologe in seiner eigenen Disziplin für erhebliche Unruhe sorgte, scheint er es nun auf die politische Philosophie abgesehen zu haben. Mit seinen zwei »bescheidenen« Fragen ist er auf dem besten Wege. Sie lauten: »Was ist ein Land, wenn es keine Nation ist?« und »Was ist eine Kultur, wenn es kein Konsens ist?«. Eingebettet in die Suche nach einem schlüssigen Identitätskonzept am Ende des 20. Jahrhunderts, auf der Grundlage der politischen Erfahrungen der 90er Jahre, werden diese Fragen zum Schlüssel einer neuen politischen Theorie. Antworten lassen sich schwerlich erwarten. Aber die Gelassenheit, mit der Geertz die Theoriebildung herausfordert, beunruhigt. Wenn er zum Beispiel lakonisch feststellt: »Es scheint [...], als ob sich an unserem Denken einiges wird ändern müssen, wenn wir [...] etwas Zweckmäßiges über die zerstückte oder in Auflösung begriffene Welt der unsteten Identitäten und losen Verbindungen aussagen wollen.« (28)

Ulrich Lölke, Hamburg



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