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Rolf Elberfeld:
Kitaro Nishida (1870-1945) – Das Verstehen der Kulturen. Moderne japanische Philosophie und die Frage nach der Interkulturalität

Amsterdam – Atlanta 1999

Amsterdam – Atlanta: Rodopi,
1999.
314 Seiten
ISBN 90-420-0456-8
(Studien zur Interkulturellen Philosophie 10)


Editions Rodopi:
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  Kitaro Nishidas Werk ist wesentlich von der philosophischen Frage nach der Religion motiviert. Es ist diese Perspektive, an der sich die Rezeption immer wieder orientiert hat. Daß sich Nishidas Philosophie aber auch als Beitrag zu einer interkulturellen Philosophie verstehen läßt, hat Rolf Elberfeld überzeugend dargelegt. Seine umfangreiche Arbeit über Nishida läßt sich von der Einsicht leiten, daß moderne japanische Philosophie von Anfang an interkulturell bestimmt ist. Sie kann die Pluralität philosophischer Sprachen, auf die sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trifft, nicht anders bewältigen als durch Übersetzung der abendländischen Sprachen ins Japanische. Das betritt aber nicht nur die allgemeinen Bedingungen japanischer Modernisierung, sondern intern die Konstellationen der Philosophie Nishidas. So läßt sich verständlich machen, daß sie vehement gegen die Ausbildung von Universalsprachen zielt, aber auch, daß sie im Kern topisch ausgerichtet ist: In den Orten bleibt gegenwärtig, was nicht übersetzbar ist. Elberfelds Arbeit legt es nahe, Nishidas Werk als Philosophie der Interkulturalität zu lesen.

Jens Heise, Hamburg



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