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Archie J. Bahm
Comparative Philosophy. Western, Indian and Chinese Philosophy Compared

Albuquerque 1995



english  

Albuquerque: World Books,
1995.
103 Seiten
ISBN 0911714227


  Das erstmals 1977 erschienene Buch enthält eine knappe und präzise Zusammenfassung der zentralen Thesen Archie J. Bahms über Wesen, Möglichkeit und Methode interkulturellen Philosophierens und gibt somit eine informative Einführung in die Grundfragen und -probleme komparativer Philosophie. Im ersten Teil argumentiert Bahm für die Eigenständigkeit der jungen Disziplin. Er läßt duchblicken, daß seiner Meinung nach Philosophie in Zukunft überhaupt nur noch interkulturell betrieben werden kann. Kriterien für diese neue Weise des Denkens (zweiter Teil) will er nicht abstrakt postulieren. Vor allem sei auszuschließen, daß sie nur aus einer Tradition genommen werden. Sachgerechte Kriterien würden im Vollzug und der schrittweisen Realisierung interkulturellen Philosophierens immer deutlicher hervortreten.
  Im dritten Teil entwickelt BAHM seine zentrale These: Die Menschheit habe bisher drei bedeutende selbständige philosophische Traditionen hervorgebracht, die westliche, die indische und die chinesische. Er favorisiert deutlich die chinesische, die für ihn eine höhere Synthese aus dem abendländischen Rationalismus und dem mystisch-intuitiven Denken Indiens darstellt. In den drei folgenden kürzeren Kapiteln exemplifiziert er seine generelle These durch vergleichende Studien zentraler Begriffe: Chéng als Synthese von Wahrheit und Satya, Chung als Synthese von Ananda und dem Guten sowie das Nichts beziehungsweise das Leere im Vergleich der drei Traditionen.

Jörg Salaquarda, Wien



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