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Wolfgang Benedek, Esther M. Kisakye & Gerd Oberleithner (eds.)

The Human Rights of Women

International Instruments and African Experiences

Wolfgang Benedek /
Esther M. Kisakye /
Gerd Oberleithner (eds.):
The Human Rights of Women. International Instruments and African Experiences.
London – New York:
Zed Books, 2002.
352 Seiten
ISBN 1-84277-045-4
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Mit diesem Reader legen die Herausgeber eine komplette Sammlung der internationalen Instrumente zu den Menschenrechten von Frauen vor und beleuchten die in Afrika mit Versuchen der Implementierung gemachten Erfahrungen. Namhafte Experten und Expertinnen in internationalem Recht, Menschenrechten und Völkerrecht nationaler und internationaler Organisationen reflektieren Formen der Diskriminierung von Frauen im politischen, sozialen und ökonomischen Bereich. Die Beiträge waren Grundlage einer Postgraduierten-Ausbildung und universitären Zusammenarbeit zwischen Österreich und Uganda in den Jahren 1993 bis 1999 – entsprechend hoch sind Niveau und Informationsgehalt. Da sich die Realisierung von Frauenrechten nicht einfach gestaltet und verbunden ist »with tensions, requiring the redefinition of concepts such as liberty, equality and freedom« (xiii), will das Buch Frauen über ihre Rechte informieren und die Kapazitäten von Entscheidungsträgern und -trägerinnen in ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Bereichen erhöhen.

Der erste Teil widmet sich den internationalen Instrumenten und Organisationen, die ausführlich dargestellt werden, und zeigt Strategien auf, wie hinsichtlich der Teilhabe von Frauen an Menschenrechten die immer noch bestehende Differenz zwischen der Partizipation de iure und de facto überbrückt werden kann. Der Weg internationaler Instrumente in die nationalen Gesetzgebungen interessiert ebenso wie ein Vergleich der Systeme Europas und Afrikas zum Schutz der Menschenrechte.

Im zweiten Teil kommen Erfahrungen in Afrika zu Wort, »where the articulation in international instruments is a much easier task to accomplish, the protection of women's rights in practice remains problematic« (Onoria, 239). Die Beiträge fokussieren auf Themen wie Frauenrechte und Islam, weibliche Genitalverstümmelung, Polygamie, Frauen in den bewaffneten Streitkräften Ugandas und weibliche Gefangene in ugandischen Gefängnissen und untersuchen die Rolle der NGOs und der Frauenbewegung bei der Umsetzung der Menschenrechte in Afrika. Der persönliche Fokus der Autoren und Autorinnen mit ihrem kulturellen Hintergrund macht jeden einzelnen Beitrag zusätzlich lesenswert und fördert das Verständnis über Kulturen hinweg. Erfreulich aus Sicht der Frauen und ihrer Partizipation an diesem Buch: nahezu die Hälfte der Beitragenden sind Frauen!

Daniela Keršic

polylog. Forum für interkulturelle Philosophie 5 (2004).
Online: http://lit.polylog.org/5/sbkkd-de.htm
ISSN 1616-2943
Quelle: external linkpolylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren 12 (2004), 140.
Autorin: Daniela Keršic, Wien (Österreich)
© 2004 Autorin & polylog e.V.
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